Fitnesstraining spielt in unserem Alltag eine große Rolle: Als Entspannungsmöglichkeit nach einem meist stressigen Arbeitstag, zur Gewichtsreduktion, als Verletzungsprophylaxe, zum Ausgleich muskulärer Dysbalancen, als Vorbereitung auf einen Wettkampf.

Hunde sind hierbei, gerade für Läufer*innen, Walker*innen und Fahrradfahrer*innen, angenehme Trainingspartner.

Mehr und mehr Hundebesitzer*innen treiben gezielt mit ihren Hunden Sport und nehmen mit ihnen an Wettkämpfen teil. Agility, Flyball, Schlittenhunderennen und Rettungshundestaffeln sind nur einige Beispiele. Hierbei verbessern sich jährlich die Leistungen der Hunde auf Grund verschiedener Einflussfaktoren (zunehmende Erfahrungen, besseres Futter, bessere Trainingsstätten).
Das Training der Hunde zielt in der Regel rein auf die Ausbildung einer (Wettkampf-)Sportart hin.

Ein Hund kann jedoch nur dann Spitzenleistungen bringen, wenn die reine Ausbildung der Sportart nur einen Teil des Trainings einnimmt. Das Training muss in mehrere Phasen untergliedert werden. Wir Menschen trainieren seit vielen Jahren sehr erfolgreich auf diese Weise, Auf- und Abwärmphasen sind selbstverständlich geworden, Mental- und Ausgleichstraining sind die Stichworte erfolgreichen Trainings der letzten Jahre. Unsere Hunde hingegen belasten wir im Training meist mindestens so stark wie im Wettkampf – wir machen sie, und uns im Übrigen auch, regelrecht „heiß“. Hierbei tritt leider oft unsere, aber auch die Gesundheit unserer Hunde in den Hintergrund, das Verletzungsrisiko steigt.

Dies kann vermieden werden, wenn einige trainingswissenschaftliche, sportmedizinische und sportpsychologische Grundsätze verinnerlicht und umgesetzt werden: Aufwärmphasen gehören an den Anfang des Trainings sowie der jeweiligen Wettbewerbe im Wettkampf. Der Hauptteil wird der jeweiligen Wettkampfphase angepasst und hat immer einen anderen Schwerpunkt (z. B. sportartspezifische Ausbildung und Festigung von Bewegungsabläufen, Grundlagenausdauertraining, Ausgleichstraining, Mental- und Konzentrationstraining). Abwärm- bzw. Auslaufphasen gehören an das Ende des Trainings sowie an das Ende der Wettbewerbe bzw. des Wettkampfes.

Zusätzlich können ausgewählte manuelle Therapieformen den Erfolg abrunden. Mit einer gezielten und ausgiebigen Massage, Shiatsu oder Wärmebehandlungen bekommt der Hund die Entspannung, die er sich nach dem Training oder dem Wettkampf verdient hat.

Bei Hunden mit Problemen am Bewegungsapparat (z. B. Rücken- und/oder Pfotenbeschwerden, muskuläre Dysbalancen usw.) kann mit Hilfe der Dorn-Therapie, Mobilisationen und gezieltem Muskelaufbautraining geholfen werden.